Mittelaltermarkt Freisen – ein “tierisches” Vergnügen

 

In einem Teil dollen Schafe, Ziegen und Esel auf satten Wiesen umher. Wendet man denDSCN0832 Blick, so erspäht man Leinenzelte, die sich über die gesamte restliche Fläche verteilen. Hunderte Zelte kann man sehen, zwischendrin wuseln Menschen von einem Punkt zum anderen. Beide Seiten tun geschäftig, auf der Suche nach Nahrung oder einem lauschigen Plätzchen im Schatten der Bäume.DSCN0781
Der Naturwildpark in Freisen bot am vergangenen Wochenende die Kulisse für eine Liaison der besonderen Art. Zum 13ten Mal fand hier einer der größten Mittelaltermärkte im Saarland statt. Auf einer beeindruckenden Fläche ist Platz für verschiedenste mittelalterliche Lagergruppen. Keltische Lagerleute, Wikingerdarstellungen, hochmittelalterliche Lager und viele andere Lagergemeinschaften konnten zum Leben in der damaligen Zeit befragt werden. Zu beobachten waren handwerkliche Tätigkeiten, Kochen in Kupferkesseln, Herstellung von Waffen und häusliche Einrichtung.Freisen01
Ebenso imposant präsentierte sich der Markt selbst, mit unterschiedlichsten Händlern und Handwerkern. Von der Schmiedekunst, über Brettchenweben bis hin zu eigenhändig geflochtenen Körben waren die Künste der mittelalterlichen Arbeit mannigfaltig vertreten.
DSCN0793Verschiedenste Kaufleute bieten alle möglichen Waren feil. Knochengeschnitzte Kämme, Nadeln und Pfeilspitzen finden genauso ihre Liebhaber, wie Schmuckstücke aus Gold, Silber und Bronze. Für die jüngeren Besucher gibt es Holzschwerter, Schilde, sowie Pfeil und Bogen zu kaufen. Denn früh übt sich, was ein Ritter werden will. Gewandungen für heiße und kalte Tage sind im Angebot, handgetöpferte Keramikwaren bestehen neben aus Wildholz hergestellten Kunstwerken.
Für die Kurzweil sorgten mittelalterliche Klänge von Schalmeien, Lauten, Dudelsäcken und Trommeln, die in verschiedensten Weisen von unterschiedlichen Gruppen vorgetragen wurden. Die »Freyen Spielleut Kirkel« verbanden diese Instrumente mit DSCN0818Tavernengesang. »Liudon Incorruptus« dagegen baut vorwiegend auf reine Instrumentalstücke, die jedoch vom Publikum wohlwollend und zahlreich bejubelt wurden. Kalibos Zaubershow begeisterte hauptsächlich die kleineren Zuschauer, während die Eltern bei einem Odinstrunk in der Taverne verweilten.
Die orientalische Tanzshow beeindruckte die Sinne, unterdessen sich der Magen einen Bettlerfladen oder Ochsen am Spieß schmecken ließ. Hernach regt das Kamelreiten die Verdauung an, bevor man dem Sklavenmarkt beiwohnen kann. Ein Ritterturnier gab es auch zu bewundern, mit Schaukämpfen, Schlacht und Falknerdarbietung.DSCN0806
Zu später Stunde fand auf dem Platze am Samstagabend eine Feuershow statt. Gewagte Tanzvorführungen und Feuerspucken brachten die Besucher zum Staunen. Untermalt wurde der Auftritt musikalisch von der Band »Klanginferno«.
Man merkte, dass die Organisatoren des Marktes auf lange Erfahrungen zurückgriffen, und das kam dem Zuschauer zugute. Der beleuchtete Mittelaltermarkt vor dieser Kulisse bot einen unvergesslichen Anblick. Ein Wochenende voller positiver Eindrücke und DSCN0809Stimmungen konnte man hier in Freisen verbringen. Wer es versäumt hat, sollte das im kommenden Jahr unbedingt nachholen.